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Modul 1 von 8 · ISO 22000 · Kapitel 4

Kontext der Organisation

Bevor eine Gefahr analysiert wird, verlangt ISO 22000, das Unternehmen in seiner Lebensmittelkette zu verorten: was es beeinflusst, wer etwas von ihm erwartet und was das System umfasst.

Inhalt überprüft am

Interne und externe Themen (4.1)

Die Norm verlangt, die Faktoren zu bestimmen, die die Fähigkeit des Systems beeinflussen, sichere Produkte zu erzielen: Lebensmittelrecht, Anforderungen von Kunden und Handel, neue Technologien, Veränderungen bei den Rohstoffen, die Unternehmenskultur oder die Fluktuation des Produktionspersonals.

Seit der Änderung von 2024 ist ausdrücklich zu entscheiden, ob der Klimawandel ein relevantes Thema ist. In der Lebensmittelbranche ist er es meist: Hitzewellen belasten die Kühlkette, Dürre verändert die Qualität von Wasser und Anbau, und Verschiebungen bei der Herkunft der Rohstoffe bringen neue Gefahren mit sich.

Interessierte Parteien (4.2)

Kunden, Verbraucher, Lebensmittelüberwachungsbehörden, Lieferanten, Spediteure und gegebenenfalls der Eigentümer des Zertifizierungsschemas. Verlangt wird, zu bestimmen, welche davon relevant sind und welche ihrer Anforderungen die Lebensmittelsicherheit betreffen, und dies bei Änderungen zu überprüfen.

Anwendungsbereich des Systems (4.3)

Er muss Produkte oder Produktkategorien, Prozesse und Produktionsstandorte angeben. Er ist aufrechtzuerhaltende dokumentierte Information und darf keine Tätigkeiten, Prozesse oder Produkte ausklammern, die die Sicherheit des Endprodukts beeinflussen: Ein externes Lager, das umpackt, gehört etwa dazu oder wird als extern bereitgestellter Prozess gelenkt.

Das System und seine Prozesse (4.4)

Das Managementsystem für Lebensmittelsicherheit wird aufgebaut, verwirklicht, aufrechterhalten, aktualisiert und verbessert. Das Wort dazwischen – aktualisieren – ist keine Floskel: Abschnitt 10.3 führt es aus, und es ist einer der Unterschiede zu ISO 9001.

Was Auditoren typischerweise sehen wollen

  • Analyse der internen und externen Themen mit Entscheidung zum Klimawandel
  • Relevante interessierte Parteien mit ihren Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit
  • Anwendungsbereich mit Produkten, Prozessen und Standorten, ohne Ausschlüsse, die das Endprodukt betreffen
  • Prozesslandkarte, die zeigt, wo PRP, CCP und OPRP angewendet werden

So decken Sie den Kontext in Kimobox ab

  1. 1Dokumentieren Sie die Kontextanalyse als Datensatz mit Überprüfungsdatum und Verantwortlichem, verknüpft mit der Managementbewertung.
  2. 2Erfassen Sie die interessierten Parteien und ihre Anforderungen in einer versionierten Tabelle.
  3. 3Zeichnen Sie die Prozesslandkarte und markieren Sie die Schritte mit Lenkungsmaßnahmen gegen Gefahren.

Steht im Anwendungsbereich „alle Produkte“, zeigt die Prozesslandkarte aber das externe Umpacken nicht, findet es der Auditor auf den Lieferscheinen.

So entsteht die Prozesslandkarte in Kimobox

Woher jede Angabe stammt

Verweise auf den geltenden amtlichen Text. Wird eine Norm überarbeitet, wird diese Seite aktualisiert und das Revisionsdatum entsprechend angepasst.

  1. ISO 22000:2018 — Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit. Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette ISO · Ausg. 2018 (2. Ausgabe), veröffentlicht im Juni 2018
  2. ISO 22000:2018/Amd 1:2024 — Änderungen zu Klimaschutzmaßnahmen ISO · Februar 2024
  3. ISO/DIS 22000 — Entwurf der Normrevision (3. Ausgabe) ISO · In Entwicklung
  4. ISO 22002-100:2025 — Präventivprogramme für Lebensmittelsicherheit. Teil 100: Anforderungen für die Lebensmittel-, Futtermittel- und Verpackungskette ISO · 29. Juli 2025
  5. ISO 22002-1:2025 — Präventivprogramme für Lebensmittelsicherheit. Teil 1: Lebensmittelherstellung ISO · 29. Juli 2025; ersetzt ISO/TS 22002-1:2009
  6. Allgemeine Grundsätze der Lebensmittelhygiene, CXC 1-1969 Codex Alimentarius (FAO/WHO) · Revision 2020
  7. Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene EUR-Lex · 29. April 2004
  8. Verordnung (EG) Nr. 178/2002, Art. 18 und 19 (Rückverfolgbarkeit und Rücknahme) EUR-Lex · 28. Januar 2002